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Vorschlag für eine neue-alte Astrologie

Ein Beitrag von Martina Nell, verfasst am 10.04.2011, 08:30 Uhr.

Astronomie und Astrologie lassen sich nur schwer voneinander trennen, auch wenn erstere darauf besteht, nur mit physikalischen Gesetzen nachweisbare Einflüsse anzuerkennen. Die Astronomen der Antike waren immer auch Astrologen. Naturereignisse, Kriege und günstige Saat- oder Erntetage für die Landwirtschaft wurden vorausgesagt. Bereits bei den Sumerern erforschten die Priester aus Planetenstellungen den Willen der Götter. Sogar einige Päpste zeigten sich interessiert. Deshalb gelang es der Sterndeutekunst, die Medizin, Philosophie, Theologie und Alchemie bis ins 17.Jahrhundert maßgeblich zu beeinflussen. Erst die naturwissenschaftlich orientierte Aufklärung im 18.Jahrhundert konnte sie zurückdrängen. Derzeit erlebt sie in einer esoterischen Welle erneut großes Interesse.

Bis 1606 mußten die Menschen sich ohne Fernrohre am Himmel zurechtfinden. Sämtliche überlieferten Schriften betrachten deshalb den Saturn als letzten Planeten und unterstellen auch der Sonne eine Drehbewegung um die Erde. Vielleicht läßt sich so die astrologische Einordnung von Sonne und Mond als Planeten erklären. Verschiedene Winkel, die die Himmelskörper von uns aus gesehen zueinander einnehmen, verursachen eine Verstärkung, Abschwächung oder Wechselwirkung dieser. Jedem der zwölf Tierkreiszeichen werden unter anderem typische Charaktereigenschaften, Farben, Metalle, Körperteile, ein Element und ein Planet zugeordnet, wobei einige notgedrungen doppelt vergeben wurden.

Seit der Entdeckung von Uranus (1781), Neptun (1846) und Pluto (1930) sind Astrologen weltweit bemüht, jedem Tierkreis einen eigenen Trabanten zur Seite zu stellen. Auch sind sich alle einig, dass es noch mindestens einen weiteren geben müsse, da selbst mit Pluto, dem mittlerweile der Planetenstatus wieder aberkannt wurde, noch zwei zum Dutzend fehlen. Es gibt verschiedene Theorien, die sämtlichst von den Astronomen als nicht erwiesen abgelehnt werden.

Ich habe eine eigene Methode benutzt, um zu einer Antwort zu gelangen. Dafür stellte ich unser Sonnensystem mit Menschen nach. Sie halfen den Schauspielern, die Planetenschwingung zu erspüren. Bei entsprechender Identifikation mit der Rolle wurde deutlich, wo und von welcher Schwerkraft sich ein fehlendes Objekt befinden müsse. (Wer mehr wissen möchte, dem sei mein Buch Liebesgeschichten empfohlen)

Demnach gibt es in unserem Sonnensystem zwei bisher offiziell unbekannte Planeten. Selbstverständlich sind dieses lediglich Hypothesen, die ich nicht wissenschaftlich beweisen kann. Ich habe die Himmelskörper jedoch im Geist gesehen und ein deutliches Gespür für sie entwickelt.

Da sie logischerweise noch keinen internationalen Namen haben, schlage ich provisorisch Juno und Minerva vor, analog zur römischen Mythologie der übrigen. Auch ignoriere ich an dieser Stelle den Jupiter-Mond gleicher Bezeichnung. Mir geht es um die gefühlte Planetenkraft und diese passt ausgezeichnet zu den Mythen der Göttinen.

Durch diese „Entdeckung“ kann man nun jedem Tierkreiszeichen einen Planeten zuordnen; Pluto als Planetoiden inklusive. Mit einer vergleichbaren Methode knüpfe ich an eine astrologische Tradition an, die statt der heutigen vier Elemente zwölf benutzt.

Selbstverständlich sind auch diese nur durch meine eigene Erinnerung an vergangene Kulturen zu belegen, also nicht wirklich. Ich möchte hier niemanden aus seinem System herausrütteln; dafür bin ich in der Materie zu wenig zu Hause. Mein Wunsch ist es, Anregungen für eine neue-alte Astrologie zu geben; Denkanstöße für ein erweitertes Weltbild. Ich bitte jeden Leser/in, diese kritisch zu hinterfragen!

Tierkreiszeichen Element überliefert Element nach Martina Nell Planet überliefert Planet nach Martina Nell
Widder Feuer Feuer Mars Mars
Stier Erde Erde Venus Juno
Zwillinge Luft Luft Merkur Merkur
Krebs Wasser Metall Mond Mond
Löwe Feuer Holz Sonne Sonne
Jungfrau Erde Eis Merkur Minerva
Waage Luft Salz Venus Venus
Skorpion Wasser Öl Mars Pluto
Schütze Feuer Blitz Jupiter Jupiter
Steinbock Erde Stein Saturn Saturn
Wassermann Luft Gas Saturn Uranus
Fische Wasser Wasser Jupiter Neptun

P.S.: Das Ganze läßt sich auch auf 14 erweitern und das Zentrum der Milchstraße bekommt eine wesentliche, bisher vernachlässigte Bedeutung... auch galaktische Astrologie genannt!

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