Martina Nell

Oft werde ich gefragt, was für ein besonderes Elternhaus oder Umfeld ich in meiner Jugend hatte, um als junge Erwachsene zu einer derartigen Spiritualität und sensiblen Wahrnehmung zu gelangen. Aus meiner Sicht gibt es in meiner Kindheit keine Ansätze dafür. Ich ging auf staatliche Schulen, bekam konventionelles Essen, wurde ohne Religion erzogen und auch sonst nicht in ungewöhnlicher Weise gefördert. Auffallend ist vielleicht, dass ich bereits als Jugendliche große Mühe hatte, mich in die Gesellschaft einzufügen und immer einen Weg suchte, mich von ihr zu distanzieren beziehungsweise sie nachhaltig zu verändern. Mein Vorbild war Mahatma Ghandi.

Geboren wurde ich 1968 in Hamburg, habe dort allerdings nie gewohnt, da wir schon in meiner Kindheit sehr oft umgezogen sind. So lebte ich als Einzelkind zuerst in Ellerbek bei Hamburg, dann Norderstedt, wurde in Ellerau eingeschult, wechselte nach der Scheidung meiner Eltern schon im zweiten Schuljahr nach Rendsburg zu meiner Urgroßmutter, gelangte ein Jahr später nach Berlin-Kreuzberg und 1978 nach Berlin-Wilmersdorf, wo ich bis zum Abitur und Baccalauréat 1987 blieb, mit einer sechsmonatigen Unterbrechung für einen Schüleraufenthalt in der Picardie in Frankreich und einem nachfolgenden Schulwechsel auf das Französische Gymnasium in Berlin. Der häufige Schul-, Wohnorts-, Freundes- und vor allem Familienwechsel blieb nicht ohne bleibende Spuren.

Martina NellMartina Nell, 2008

An der Technischen Universität Berlin studierte ich Landschaftsplanung, mit gleichzeitigem Umzug nach Berlin-Schmargendorf. Im Laufe des Studiums war ich mehrere Monate im Naturschutzzentren auf Hallig Hooge und in Südfrankreich tätig. Während einer dreijährigen Anstellung im Institut für Landschaftsbau spezialisierte ich mich auf Bodenkunde und Abfallwirtschaft. Schließlich erlangte ich den akademischen Titel Diplom-Ingenieur. Dieser erscheint mir noch heute paradox, da ich technisch ungeschickt und stattdessen philosophisch-literarisch begabt bin. Doch ich wollte die Welt verändern und glaubte, dafür einen Universitätsabschluß zu benötigen.

1994 zog ich nach Mecklenburg in das Geburtshaus meiner Stief-Großmutter. Gemeinsam mit meinem damaligen Partner, den ich 1995 heiratete, erfüllte ich mir meinen Wunsch nach einem Landleben, fernab von der Hektik der Großstadt und den meines Erachtens dortigen unzumutbaren Umweltbedingungen. Auch sehnte ich mich danach, endlich einmal irgendwo zu Hause zu sein.
Der Traum wurde sofort zerstört durch die Planung einer Mülldeponie im Nachbardorf! Ich sah ein, dass ich vor der Zivilisation nicht fliehen kann und stellte mich dem Kampf gegen den Abfallhaufen. Nun half mir mein Studium; ich mußte mich nicht einarbeiten. Durch meine Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren löste ich großen Protest und die Gründung einer Bürgerinitiative aus. So verhinderten wir die Deponie Augzin.
Dadurch wurden diverse Umweltorganisationen auf mich aufmerksam, so dass ich erneut den ländlichen Rückzug verließ und bis 1997 stellvertretende Landesvorsitzende und Abfallexpertin des BUND Mecklenburg-Vorpommern e.V. war.

Mein Weg führt durch zahlreiche Selbsterfahrungskurse, unterstützt von verschiedenen Körperarbeiten, Atemübungen, Reiki-Einweihungen bis zum Reiki-Lehrer, diversen Reisen mit längeren Aufenthalten in Frankreich, einer Umstellung auf vegetarisch-ökologische Ernährung sowie täglichen Meditationen und Gebeten. Dazu kommt seit 1994 eine sehr naturverbundene Lebensweise in Mecklenburg, ohne Fernseher, Handy und in sechs Kilometer Entfernung vom nächsten Funkmast.

1999 erschien mein erstes Buch "Viktor Schauberger - Naturforscher und Erfinder" im Verlag Zweitausendundeins; Autorin war Martina Rodier.
Mittlerweile hatte ich Kenntnisse über Radiästhesie und Geomantie erlangt. Die Impulse waren deutlich, den Wechsel von der Teilnehmerin durch eigenes Lehren zu vollziehen. In Below leitete ich mehrere Jahre ein Seminarzentrum, dessen Angebot neben Reiki auch Rutengehen und Baumkurse umfaßte. Meine Lehrer waren nun in erster Linie die Naturwesen in Mecklenburg und Vorpommern.
Auf der Suche nach einem Menschen, an dem ich mich orientieren kann, begegnete ich Mutter Meera, von der ich mich dankbar in Stille begleitet fühle.

Im Jahr 2000 ließ ich mich scheiden und nahm wieder meinen Mädchennamen an. Mit der Geburt meines Sohnes 2001 verabschiedete ich mich vom Unterrichten und widmete mich der Mutterschaft und Erforschung kosmischer Aspekte Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Sachbuch "Sternbilder prägen die Landschaft" und ein Geomantischer Reiseführer "Der besondere Ort" sind in Vorbereitung, sowie ein spirituelles Kinderbuch "Gustav und Pinkel", eine Anleitung zum Gärtnern mit Naturwesen und natürlich eine ausführliche Beschreibung der Belower Blütenwasser.

2004 gründete ich den VERLAG MARTINA NELL und begann den Vertrieb von Blütenessenzen. Einer Bitte aus dem Naturreich folgend stelle ich diese in meinem Garten her. In ihnen werden die Kräfte der jeweiligen Pflanzenart gespeichert und durch Halten in der Hand, Tragen in der Hosentasche oder Versprühen auf den Anwender übertragen. Sie dienen dem allgemeinen Wohlbefinden und können in vielen Lebensabschnitten eine wertvolle Hilfe sein.

Martina Nell auf einem MittelaltermarktMartina Nell auf einem Mittelaltermarkt

2008 erschien mein zweites Buch -nun im eigenen Verlag- Liebesgeschichten, sieben Erzählungen über die Liebe und den Kontakt zu Naturwesen eingebettet in spirituelle und psychologische Lebenserfahrungen.

2010 folgten das Kinderbuch "Gustav und Pinkel" sowie die aktualisierte dritte Auflage über "Viktor Schauberger", nun im Verlag Martina Nell.

Gleichzeitig häuften sich die Zeichen, die mich zu meinen früheren Leben in Atlantis Kontakt aufnehmen ließen. So entstand ein kleines Manuskript "Erinnerungen an Atlantis", welches im Frühjahr 2011 erschien.
Während ich versuchte, die verschiedenen Eindrücke dieser vergangenen Zivilisation zu sortieren, erhielt ich einen Impuls, kurze Geschichten aus dem Tierreich zu schreiben. Ich tat es und mir erschloß sich am Ende jeder der 14 Metaphern ein eher abstrakter Begriff, zu dem ich wiederum Essenzen herstellte. Neu war für mich die Erfahrung, diese nur noch geistig und mit Pyramidenenergie zu informieren. Als Konservierungsmittel nahm ich Steinsalz. Während die "Belower Blütenwasser" eine wunderbare Begleitung im Hier und Jetzt sind, wirken die "Belower Salzessenzen" vorrangig auf der Seelenebene.

Mit dem untergegangenen Kontinent erinnerte ich auch eine Möglichkeit der Energievermittlung, die wir damals genutzt haben, das sogenannte "Aurolo". Im Unterschied zum Reiki leite ich die Energie nicht durch mich hindurch, sondern empfange lediglich einen mächtigen Strahl aus dem Universum, welchen ich wie eine Dusche lenken kann. Nach meiner Einschätzung ist "Aurolo" umfassender und vor allem erheblich schneller als Reiki. Seit 2011 biete ich es auch auf Messen an.

Seit 2011 habe ich die Messeauftritte auf Esoterikmessen reduziert zugunsten von Mittelaltermärkten. Die Blütenwasser sind nun in Stoffhütchen verpackt und bilden eine kleine aber feine spirituelle Ecke gemeinsam mit den Büchern auf meinem schönen mittelalterlichen Holzstand. Die restliche Fläche wird gefüllt mit selbstgemachten Handarbeiten aus Naturmaterialien. Für den Sommer nehme ich vorzugsweise Baumwolle, für den Winter Schurwolle, besonders Merino. Das Angebot reicht von kleinen Strickpüppchen über Socken und Handschuhen bis zu Häkelmützen in vielen Farben und Formen. Ich habe meine Kindheitsfreude am Häkeln wiederentdeckt, sowie die kreative Seite im Erfinden bunter Ringelmuster.